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28.02.2014 19:53

Hochschulstandort Schweiz wird isoliert

Die EU sistiert wichtige Abkommen


Diese Woche hat die EU entschieden, die wichtigen Studien- und Forschungsabkommen „Erasmus“ und „Horizon 2020“ zu sistieren (Artikel Tagesanzeiger). Dieser Entscheid ist höchst bedauerlich, er führt uns vor Augen, dass sich hart erkämpfte Errungenschaften von heute auf morgen in Luft auflösen können.

Ich habe selber vom Erasmusprogramm profitiert und ein Semester in Dänemark studiert. Den Austausch mit Studierenden aus ganz Europa habe ich sowohl auf einer persönlichen als auch auf einer inhaltlichen Ebene als äusserst anregend empfunden. Wenn unsere Jugend und damit auch unsere zukünftige Gesellschaft erfolgreich sein will, dürfen wir nicht Zäune und Mauern bauen und uns dem verschliessen, was um uns herum geschieht. Ein Alleingang bietet speziell in der Bildung und Forschung keine Perspektiven. Schon seit je her sind jene Länder und Regionen erfolgreich, welche sich in Belangen der Wirtschaft und Gesellschaft miteinander ausgetauscht haben. In diesen schwierigen politischen Zeiten ist es deshalb wichtig, dass sich junge, progressive Personen engagieren, die Vernetzung und Austausch als Chance und nicht als Gefahr sehen.

Für Graubünden kann am 18. Mai ein wichtiger Beitrag für eine fortschrittliche Zukunft geleistet werden.

PS: Und übrigens: Die Grafik rechts oben zeigt deutlich, wir wurden in den letzten Jahren nicht durch ausländische Erasmus-Studierende "überschwemmt". Es haben deutlich mehr Schweizerinnen und Schweizer im Ausland studiert als umgekehrt.


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